23. März 1933: Ermächtigungsgesetz

24. März 2026

Nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 begann die NS-Regierung sofort damit, politische Gegner auszuschalten und demokratische Strukturen zu schwächen. Der Reichstagsbrand am 27. Februar 1933 lieferte den Vorwand für Notverordnungen, die Grundrechte außer Kraft setzten.

Am 23. März 1933 trat der Reichstag in der Kroll-Oper zusammen, weil das Reichstagsgebäude nach dem Brand unbenutzbar war. Die Atmosphäre war von Einschüchterung geprägt: 

  • Viele kommunistische Abgeordnete waren verhaftet. 
  • SA und SS standen im Saal und sollten „Ordnung“ sichern. 

Dadurch war eine freie Abstimmung faktisch unmöglich.
Der offizielle Titel lautete: „Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich“.

Das Gesetz erlaubte der Regierung: Gesetze ohne den Reichstag zu erlassen, von der Verfassung abzuweichen, ohne Zustimmung des Reichspräsidenten zu handeln. 444 Abgeordnete stimmten zu, 94 (die SPD) stimmten dagegen, die KPD war ausgeschaltet und konnte nicht teilnehmen. Die Zustimmung der bürgerlichen Parteien kam durch politischen Druck und Hitlers taktische Versprechen zustande.
Das Ermächtigungsgesetz war der entscheidende Schritt zur Errichtung der NS-Diktatur. Es machte den Reichstag praktisch bedeutungslos und gab Hitler die Möglichkeit, politische Gegner auszuschalten, die Länder und Institutionen gleichzuschalten, die Demokratie vollständig abzuschaffen. Der 23. März 1933 gilt daher als Schlüsseldatum des demokratischen Zusammenbruchs in Deutschland.

Ostermarsch 2026 – 6. April in Nürnberg

6. März 2026

Der diesjährige Ostermarsch steht unter dem Motto „Friedenstüchtig statt kriegssüchtig“.

Im Aufruf zum Ostermarsch heißt es u.a.:

„Dafür gehen wir gemeinsam zum Ostermarsch!

  • Friedensverhandlungen statt Waffenlieferungen
  • Völkerrecht statt Recht des Stärkeren
  • Keine Mittelstreckenraketen in Deutschland
  • Nein zur Wehrpflicht
  • Geld für Bildung, Soziales und Klimaschutz statt Aufrüstung“

Mehr Infos im Ostermarsch-Flyer.

Bundeskongreß am 4./5. Oktober

11. Oktober 2025

Am Wochenende des 4. Und 5. Oktobers trafen sich ca. 232 Delegierte der verschiedenen VVN-BdA Kreisvereinigungen in Stuttgart zu einem außerordentlichen Bundeskongress. Hier der Verweis zum Leitantrag „Unsere Aufgaben 2026“.

79 Jahre VVN Bamberg

21. Februar 2026

79 Jahre VVN‑BdA Bamberg — das bedeutet fast acht Jahrzehnte wacher
Erinnerung, solidarischer Haltung und beharrlicher Arbeit gegen das Vergessen. Der
Verband ist aus der Erfahrung der Verfolgten des Naziregimes entstanden und trägt
bis heute diesen Auftrag weiter:
die Stimmen der Opfer zu schützen, die Wahrheit zu bewahren und demokratische
Kultur zu stärken.

In Bamberg hat die VVN über Generationen hinweg Räume geschaffen, in denen Geschichte nicht museal erstarrt, sondern lebendig bleibt:

  • durch Gedenkveranstaltungen,
  • durch Bildungsarbeit,
  • durch klare Haltung gegen alte und neue Formen von Faschismus,
  • und durch das unermüdliche Engagement vieler Menschen, die Verantwortung ernst nehmen.

79 Jahre Bamberger VVN bedeuten auch:

  • eine Tradition, die nicht nostalgisch ist, sondern widerständig;
  • eine Erinnerung, die nicht rückwärtsgewandt ist, sondern wachsam;
  • eine Gemeinschaft, die nicht exklusiv ist, sondern offen für alle, die für
  • Menschenwürde

Der VVN in Bamberg zeigt, wie wichtig lokale antifaschistische Arbeit ist: nah an
den Menschen, verwurzelt in der Region, und zugleich verbunden mit einem
bundesweiten Netzwerk, das aus der Geschichte lernt und für die Zukunft kämpft.

Zum 79. Geburtstag passt vielleicht dieser Gedanke:
Erinnerung ist kein Ritual, sondern eine Haltung. Und diese Haltung lebt, weil
Menschen sie tragen.

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