Protest stoppt Nazis

17. Februar 2020

„Wir wollen heute Gesicht zeigen als Demokratinnen und Demokraten. Denn wir sind die Mehrheit in diesem Land und nicht die Nazis. Wir wollen nie vergessen: Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen.“ (Günter Pierdzig von der Bamberger VVN)

Mit dem „Fest der Demokratie“ am Maxplatz und einer Gegendemonstration, zu der u.a. die VVN aufgerufen hatte, zeigten Bambergerinnen und Bamberger „klare Kante gegen Nazis“. Den zahlreichen Gegendemonstranten (selbst die Polizei sprach von 1000 Demonstranten) war es zu verdanken, dass die Nazis ihr Ziel – den Bamberger Maxplatz – nicht erreichen konnten.

Dank an alle, die Bamberg ein Stück weit mehr antifaschistisch geprägt haben.

Geschichte der VVN

16. Januar 2020

Am Freitag, 28. Februar wird im „Tambosi“ (Promenadestraße 8 in Bamberg) die Bundessprecherin der VVN-BdA, Cornelia Kerth, zur Geschichte der VVN referieren.

Weitere Informationen hier.

Gegen Nazis und Geschichtsfälscher

6. Februar 2020

Wie weitgehend bereits bekannt, rufen die Nazis vom „III. Weg“ zu einer Demonstration mit Kundgebungen auf für den 15. Februar in Bamberg. Ihr Motto: „Ein Licht für Dresden“.
Damit wollen sie offiziell gegen die Bombardierung Dresdens im Februar 1945 protestieren, nutzen aber diesen Termin, um auf die beiden Luftangriffe der Alliierten am 12. und 22. Februar auf Bamberg zu protestieren.
Unter Anmeldung der VVN/BdA Bamberg findet eine Gegendemonstration mit Kundgebungen am Gabelmann und Holzmarkt statt.

Demonstration in Bamberg am Samstag, 15. Februar 2020

Treffpunkt ab 15.00 Uhr am Marienplatz

Bitte kommt zur Gegendemonstration, bringt Plakate gegen Nazis und alle neurechten Gruppierungen und Parteien mit. Wir wollen zeigen, dass Bamberg nicht nur am Maxplatz bunt ist.
Anbei der Aufruf und der Link zur Facebook, wo alles nähere zu lesen ist.
https://www.facebook.com/events/162209955207651/

Gemeinnützigkeit: Wie weiter?

5. Februar 2020

Wie geht es jetzt weiter nach dem Entzug der Gemeinnützigkeit für die VVN-BdA in Berlin?

Diese beschämende Maßnahme zur finanziellen Ausblutung unserer Organisation hat in der Öffentlichkeit, wie z.B. in Teilen der Presse und vor allem bei demokratischen Parteien/Organisationen große Betroffenheit erzeugt.
Es hat eine wunderbare Welle der Solidarität für unsere Organisation gegeben

  • Die Online-Petition hat über 32.000 Unterstützer gefunden.
  • Die oppositionellen Landtagsparteien SPD, Die Linke und B90/Die Grünen haben sich klar gegen diese Maßnahme positioniert.
  • Die Vollziehbarkeit der Steuernachzahlung (es handelt sich immerhin um 90.000 Euro) wurde zunächst ausgesetzt.
  • Wir haben seit Anfang November letzten Jahres mehr als 1.600 neue Mitglieder gewonnen. (In Bamberg und Umgebung waren es über ungefähr 20 neue Mitglieder).

Und dennoch wird das Ganze immer verrückter und auch Finanzämter anderer Bundesländer drehen an dieser Schraube.

  • So beruft sich in Erfurt das Finanzamt auf die Entscheidung des Berliner Finanzamts und verbietet der VVN-BdA in Thüringen Beitragsgelder an den VVN-BdA-Bundesausschuss in Berlin weiter zu leiten. Dieser hätte schließlich keine Gemeinnützigkeit mehr, also darf er auch nicht unterstützt werden. Damit wäre die VVN-BdA enthauptet!
  • Ähnlich argumentierte inzwischen auch ein Finanzamt im Saarland – und es wird nicht das letzte sein.

Ein Teufelskreis: Das Finanzamt in Berlin beruft sich mit seiner Entscheidung auf den Bayerischen Geheimdienst („Verfassungsschutz“). Andere Finanzämter berufen sich auf das Berliner Finanzamt … und damit wird der Bayerische Inlands-Geheimdienst („VS“) zur obersten Instanz bei der Einschätzung, wer in den deutschen Bundesländern insgesamt demokratisch ist und finanzielle Unterstützung erhält – oder nicht.

Warum wird inzwischen akzeptiert, dass ausgerechnet der „Verfassungsschutz“ ein oberstes Weisheits-Monopol bei der Beurteilung demokratischer Grundprinzipien/Ansprüche haben soll?

Klar, die VVN-BdA hat auch rechtlich Einspruch gegen den Entzug eingelegt. Aber hier geht es nicht nur um uns. Hier sind alle oppositionellen Vereine/Gruppen/Initiativen betroffen. Es braucht deshalb eine politische Lösung!

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