Der Holocaust an den europäischen Sinti und Roma

4. August 2017

Montag, 18.09.2017, 19.30 Uhr im „Tambosi“, Bamberg

Der Holocaust an den europäischen Sinti und Roma

Bericht vom Forschungsprojekt „Bosnische Roma als Bürgerkriegsflüchtlinge in Deutschland“ von Birgit Mair und Zeitzeugengespräch mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Franz

Die Sozialwissenschaftlerin Birgit Mair arbeitete in den Jahren 2005 bis 2008 an einem internationalen Forschungsprojekt für das „Archiv Zwangsarbeit“ der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ mit. In diesem Zusammenhang interviewte und filmte sie für das Nürnberger Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. bosnische Roma, die in den 1940er Jahren kroatische Konzentrationslager überlebt hatten und in den 1990er Jahren als Bürgerkriegsflüchtlinge nach Deutschland geflohen waren. Im ersten Teil der Veranstaltung wird sie die Ergebnisse des Projekts vorstellen.

Im zweiten Teil der Veranstaltung berichtet die Sintezza Eva Franz von ihren Verfolgungen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Im Alter von zweieinhalb Jahren wurde ihr im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau die Häftlingsnummer 4167 in den linken Unterarm eintätowiert. Sie überlebte die KZ Ravensbrück und Bergen-Belsen, wo ihre Mutter umkam. Birgit Mair begleitet Frau Franz seit vier Jahren zu Zeitzeugengesprächen an Schulen. Sie moderiert das Zeitzeugengespräch, bettet die Erzählungen von Eva Franz in den historischen Kontext ein und präsentiert Bilder und Dokumente der Familie aus der Vorkriegszeit.

Die VVN/BdA Bamberg lädt herzlich ein. Weitere Informationen.

Open Mind Festival

4. August 2017

11. OpenMindFestival in Gräfenberg am Samstag, 09.09.2017, ab 16.00 Uhr
Das „OPEN MIND FESTIVAL – Heimat bunter Musik“ ist die Antwort des Gräfenberger Bürgerforums auf die jahrelangen Neo-Nazi Aufmärsche in der Stadt. Gräfenberg hat sich erfolgreich gewehrt. Dennoch bleibt die Problematik im ländlichen Raum aktuell (Braune Fallen auf Schulhöfen, Aufkäufe von Gaststätten, Anschläge auf Flüchtlingslager). Mit dem Festival soll vor allem unsere Jugend für dieses Thema sensibilisiert werden: agieren statt reagieren.
Die VVN/BdA Bamberg ist mit einem Infostand vertreten.

Weitere Informationen: www.openmindfestival.de

Antifaschistischer Stadtrundgang

17. Juli 2017

Termin: Donnerstag, 20. Juli 2017, 18.00 Uhr
Thema: „Bamberg unterm Hakenkreuz“ (antifaschistischer Stadtrundgang)
Treffpunkt: Domplatz Bamberg

Schon sehr früh – ab Beginn der 1920er Jahre-  gab es in Bamberg Formationen der NSDAP. Mit der Machtübernahme am 30. Januar 1933 und den ersten Verhaftungen am 10. März 33 zeigten sie offen ihre Gewalt bis zur totalen Vernichtung. Der antifaschistische Stadtrundgang führt zu Orten und Plätzen, die durch die Nationalsozialisten unrühmlich belastet sind. Vielen Bambergern ist das Naziunwesen in Bamberg unbekannt, obwohl sie fast täglich an diesen geschichtsträchtigen Orten vorbeigehen.

Ausbildung statt Abschiebung

22. Juni 2017

Die VVN/BdA Bamberg lädt als Mitorganisator der Veranstaltung für Samstag, 24. Juni, 11.00-12.00 Uhr am Gabelmann ein.

Demo-20170311„Es reicht – Ausbildung und Arbeit statt Abschiebepolitik“ Unter diesem Motto konzentrieren sich die Proteste einer großen Zahl von Flüchtlingsinitiativen am 24. Juni auf die Landeshauptstadt München. Auch in Bamberg lädt an diesem Tag der Arbeitskreis „Afghanistan ist nicht sicher“, bei dem u.a. „Freund statt fremd“ und das „Netzwerk Bildung und Asyl“ mitwirken, ab ca. 11:00 Uhr zu einer Veranstaltung am Gabelmann ein. Es werden Informationen, Redebeiträge und kurze Statements sowie Liedbeiträge eines fränkischen Künstlers zum Kundgebungsthema geboten. Höhepunkt der Veranstaltung ist eine szenische Darstellung von Geflüchteten. Hierbei wird deren komplizierter Hürdenlauf durch die Institutionen in Arbeit und Ausbildung nachempfunden und es wird ein Schreiben an die lokale und bayerische Politik verfasst und versandt. Inhaltlich geht es bei der Bamberger Aktion vor allem um den „Boykott und das Unterlaufen  von Integrationsbemühungen“, wie ihn die Veranstalter im asylpolitischen Handeln der bayerischen Staatsregierung sehen. Diese sei „für manche Betroffene ein menschliches Desaster und für unsere Gesellschaft ein großer Verlust“, so Riccardo Schreck vom Netzwerk für Bildung und Asyl. Die lokale Politik in Stadt und Landkreis Bamberg soll aufgefordert und ermuntert werden, all ihre Möglichkeiten zu nutzen, um Geflüchteten Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen, für welche unsere Wirtschaft dringend Personal sucht. (Presseankündigung von „Freund statt fremd“ und „Netzwerk Bildung und Asyl“ vom 21.6.17)

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