Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz zum 70. Mal. Aus diesem Anlass hatte am die Bamberger VVN zu einer Gedenkfeier an der Unteren Brücke in Bamberg eingeladen. Wir dokumentieren hier die Rede der Landessprecherin der bayerischen VVN/BdA, Renate Hennecke.
Gedenken an die Befreiung von Auschwitz
26. Januar 2015
29.01. Kundgebung an der Blauen
24. Januar 2015

Wie bereits im letzten und vorletzten Jahr wird ein sogenannter Jugendoffizier am 29. 01. 2015 in der Graf-Stauffenberg-Schule im Rahmen eines „Berufswahlseminars“ einen Vortrag halten, um Jugendliche über „Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten“ zu „informieren“. Deshalb beziehen Linksjugend [’solid] Bamberg, SDAJ, die VVN-BdA Jugendgruppe Bamberg und die Zeitung „Arbeit-Zukunft“ Stellung:
Wir beobachten mit Sorge die Tendenz, dass die Bundeswehr gezielt auf junge Menschen zugeht und ihnen in – als „Infoveranstaltungen“ deklarierten – Werbeveranstaltungen ihre Version vom Soldatendasein erzählt. Diese Version der Bundeswehrvertreter ist stark beschönigend und einseitig; sie verschweigt vieles: Dass der deutsche Staat (wieder) Interventionskriege führt, deutsche Soldaten einerseits selbst als Kanonenfutter für Profitinteressen verheizt werden und andererseits andere Menschen, auch Zivilisten, töten müssen. Die Taktik der „Karriereberater“, „Jugendoffiziere“ oder „Wehrdienstberater“ ist sehr einfach: Sie kennen die prekäre Situation, in der sich Jugendliche befinden. Sie locken mit guten Löhnen, kostenlosen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten und weiteren Leistungen, die für immer mehr junge Menschen aus Kostengründen zunehmend unerreichbar werden. Dabei verschweigen oder beschönigen sie die Risiken, denen man sich ausliefert, wenn man sich bei der Armee verpflichtet – in letzter Konsequenz: Töten, oder getötet werden! Jugendliche brauchen echte Perspektiven. Dazu zählen ausreichend Ausbildungs- und Studienplätze, kostenlose Bildung und die Perspektive auf einen sicheren Arbeitsplatz. Dazu zählt nicht das Geschäft mit dem Tod! Wir finden es erschreckend, dass – auch nach zwei Weltkriegen – nicht mit der unsäglichen Tradition gebrochen wird, das Bildungswesen zur Propagierung von Militarismus zu missbrauchen. Jede Bildungseinrichtung, die Bundeswehrvertreter auftreten lässt, macht sich für die Verbreitung von Kriegspropaganda mitverantwortlich.
Wir fordern:
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Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr! Keine Waffenexporte!
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Kein Werben für’s Sterben – Gegen jede Art von Kriegs-Propaganda, ob in Bildungseinrichtungen oder anderswo!
- Statt Milliarden für Bomben und Banken – Geld für Bildung und Soziales!
Die Bundeswehr kommt wieder? Wir kommen wieder!
Mit dieser Pressemitteilung knüpfen wir im Wortlaut an die öffentlichen Stellungnahmen aus den letzten beiden Jahren an. Schule und Bundeswehr müssen mit uns jedes Jahr auf’s Neue rechnen. Wir werden nicht schweigen solange die Kriegstrommel weiter gerührt wird:
Kommt zu unserer Kundgebung vor der Graf-Stauffenberg-Schule am 29. Januar, ab 16 Uhr!
Solidarität mit den Kölner Opfern des NSU
20. Januar 2015
Am 20. Januar haben sich vor dem Gerichtsgebäude Nymphenburger Straße in München mehrere Tausend Menschen versammelt, um den Nagelbombenopfern des NSU in Köln (Keupstraße) ihre Solidarität zu zeigen. Im Namen der VVN/BdA hat Renate Hennecke, Landessprecherin der VVN/BdA Bayern dabei diesen Redebeitrag gehalten.







