Veranstaltung zum Antikriegstag
31. Juli 2026
Der Film Der lange Atem dokumentiert, wie in den 1950er Jahren die Wiederbewaffnung Westdeutschlands mit Lügen und undemokratischen Methoden gegen den Willen der großen Mehrheit der Bevölkerung durchgesetzt wurde. Im Mittelpunkt stehen die Berichte des Gegners der Remilitarisierung Oskar Neumann, der während der Nazizeit im Konzentrationslager eingesperrt gewesen war. Wochenschauausschnitte, Fotos und Tonaufnahmen versetzen den Zuschauer in die Atmosphäre der 50er Jahre.
Filmveranstaltung im Lichtspiel/Bamberg: 30. August 2026, 12.00 Uhr – Eintritt: 5 €
Die Ankündigung der Bundesregierung, die Wehrpflicht wieder einzuführen, hat vor allem viele Jugendliche auf die Straße gebracht und Aktivitäten in Gang gesetzt.
Aber ist bekannt, wie das mit der Wehrpflicht überhaupt zustande kam? Wie schon 10 Jahre nach dem Ende des von Deutschland begonnenen 2, Weltkriegs mit über 50 Millionen Toten und ungeheurer Zerstörung wieder eine Armee in Westdeutschland aufgestellt werden konnte? In der Öffentlichkeit klangen bekannte Politiker so: Der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer 1946: „Wir sind einverstanden, dass wir völlig abgerüstet werden, dass unsere reine Kriegsindustrie zerstört wird.“
Der SPD-Politiker Carlo Schmidt 1946: „Wir wollen unsere Söhne niemals mehr in die Kasernen schicken (…) Wir wollen in Deutschland keinen Krieg mehr führen, und wir wollen darum auch keine Vorbereitungen treffen, die das Kriegführen ermöglichen können, weder im politischen noch im wirtschaftlichen Sinne.“
Franz Josef Strauß von der CSU 1949: „Wer noch einmal ein Gewehr in die Hand nehmen will, dem soll die Hand abfallen.“
Gleichzeitig lief aber in Zusammenarbeit mit ehemaligen Generälen der Hitler-Wehrmacht der Aufbau einer neuen Armee. Die Wehrpflicht wurde 1956 eingeführt.
Die Gegner dieser Politik, es waren Millionen, wurden massiv verfolgt, inhaftiert, Organisationen wurden verboten.





